Ab September 2011 führt die Jägerschaft Einbeck wieder einem ca.achtmonatigen Jungjägerkurs durch, der im Mai 2012 mit einer staatlichen Prüfung endet. Neben einer gründlichen theoretischen Ausbildung zu vielen verschiedenen Themen wie Wildtier- und Pflanzenkunde, Ökologie und Naturschutz, Waldbau, Landbau, Wildtierkrankheiten, Jagdhundeausbildung, Jagdrecht, Wildbrethygiene und vieles mehr, werden auch regelmäßig praktische Übungen und Reviergänge durchgeführt, um die Vorgänge in der heimischen Natur mit eigenen Augen sehen und begreifen zu können. Zusätzlich findet eine gründliche Ausbildung zum Führen und Handhaben von Waffen statt, da auf Sicherheit im Umgang mit der Waffe großer Wert gelegt wird.
Aber was bedeutet heutzutage überhaupt die Jagd und wer kann Jäger/Jägerin werden?
In Deutschland gibt es zur Zeit rund 270.000 Jägerinnen und Jäger; und zwar aus allen Gesellschaftsschichten von der Hausfrau bis zum Handwerker, vom Landwirt bis zum Akademiker. Die einzige Voraussetzung ist das Mindestalter von 16 Jahren für einen Jugendjagdschein. Das zeigt deutlich, daß Jagd keineswegs eine snobistische Betätigung elitärer Kreise ist, denen es darum geht sich mit der Erlegung irgendwelcher Tiere zu brüsten, was in gewissen Naturschutzverbänden leider nur allzu oft verbreitet wird. Im Gegenteil, der Deutsche Jagdschutz-Verband und damit auch die Landesjägerschaft Niedersachsen gehört nach § 29 des Bundesnaturschutzgesetzes zu den wenigen anerkannten Naturschutzverbänden. Und das können nur solche Verbände werden, die schwerpunktmäßig die Ziele des Naturschutzes vertreten und flächendeckend agieren. Zudem sind die Jägerschaften die einzigen anerkannten Naturschutzverbände, die eine umfangreiche Ausbildung erfordern und dieses Wissen mit einer anspruchsvollen staatlichen Prüfung, auch bekannt als das „Grüne Abitur“, abschließen. Jäger gehören damit zu den staatlich geprüften Naturschützern, die in Sachen Natur und Umwelt gründliche Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, die sie auch eifrig in die Tat umsetzen. Jagd ist kein Hobby, sondern eine wichtige Aufgabe, ein Auftrag an die Natur.
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Zur Jagd gehört die Förderung der freilebenden Tierwelt durch Schutz und Erhaltung eines artenreichen und gesunden freilebenden Wildtierbestandes und die Sicherung seiner Lebensgrundlagen sowie Förderung der Ziele des Umwelt- und Naturschutzes, der Landschaftspflege und des Tierschutzes. Eine der wichtigsten Aufgaben der Jagd ist es geeignete Lebensräume mit standorttypischen Tier- und Pflanzenarten anzulegen und zu erhalten. Mit der Aktion Biotopschutz, Hegebuschaktionen und Ackerrandstreifenprogrammen haben die Jäger in den vergangenen Jahren viele Hektar Rückzugsgebiete für die heimische Flora und Fauna geschaffen und das größtenteils auf eigene Kosten und per Handarbeit mit Hacke und Spaten. Allein in Niedersachsen werden jährlich Pflanzen im Werte von über 150.000 € angepflanzt, täglich entsteht ein neuer Hegebusch. |
In unserer Kulturlandschaft, einem unnatürlichen Ökosystem, ist der Mensch zur Regulation einiger Wildtierarten nach dem Gesetz verpflichtet, um einen ausgeglichenen Wildtierbestand zu erhalten und zu verhindern, daß die sogenannten Verlierer der Kulturlandschaft wie das Rebhuhn oder der Hase nicht auch noch durch einen übermäßigen Druck durch Beutegreifer wie Fuchs, Marder und Rabenkrähe weiter dezimiert werden. Ohne Regulation durch den Jäger würden viele heimische Wildtierarten völlig verschwinden, während sich andere bis zur Überlastung der Lebensräume vermehren und dann durch Nahrungsmangel, Streß, Krankheit, Seuchen und Degenerationserscheinungen zusammenbrechen würden. Auch der Schutz des Wildes vor Wildkrankheiten und Verbreitung von Seuchen, Verhinderung von Futternot in schlechten Zeiten, Dezimierung von Unfallopfern durch Vernetzung von Deckungsflächen und Vermeidung von Wildschäden in Feld und Wald gehören zu den Aufgaben der Jäger. |
Natürlich gehört zur Jagd auch die Nutzung des Wildes. Der Mensch ist Bestandteil eines Naturkreislaufes, der regelmäßig einen Teil des Zuwachses, den die Natur hervorbringt, erntet. Er kann nur leben, wenn er selber Leben nimmt – sei das Opfer nun das Reh, der Fisch, der Pilz oder der Kohlkopf. Eine gewissenhafte und mit fachlichem Können betriebene Jagd schadet nicht dem Fortbestand einer Art. Es wird nur das der Natur entnommen, was im Überschuß vorhanden ist; und zwar streng geregelt nach jährlich neu festgelegten Abschußplänen. Hege und Jagd, Schutz- und Nutzfunktionen ergänzen sich wechselseitig. |

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Die Landesjägerschaft in Niedersachsen führt seit 1994 Wilderfassungen durch, die auch als Grundlagen für die Abschuß- und Wildbewirtschaftungspläne vom Institut für Wildforschung in Ahnsen ausgewertet werden.
Wer sich für den angebotenen Jungjägerkurs interessiert oder wer einfach nur mal „schnuppern“ will, was es denn mit der Jagd auf sich hat und gerne mal mit einem Jäger mitgehen würde, um mehr über die heimische Natur zu erfahren melde sich einfach beim 1. Vorsitzenden, Klaus Dörger, unter Tel. 05561/71002. |
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Den Fragenkatalog
mit Kennzeichnung der richtigen Antworten
zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung
Finden Sie unter folgenden Link:
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Jungjägerlehrgang 2009/2010
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Jungjägerlehrgang 2007/2008
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Jungjägerlehrgang 2005/2006
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